{"id":3437,"date":"2024-05-24T14:44:39","date_gmt":"2024-05-24T12:44:39","guid":{"rendered":"https:\/\/cms.elsc.support\/?post_type=case&#038;p=3437"},"modified":"2024-05-24T18:05:12","modified_gmt":"2024-05-24T16:05:12","slug":"erfolg-rfolg-fur-palastina-aktivistin-yasemin-acar","status":"publish","type":"case","link":"https:\/\/elsc.support\/ar\/case\/erfolg-rfolg-fur-palastina-aktivistin-yasemin-acar\/","title":{"rendered":"Erfolg f\u00fcr Pal\u00e4stina Aktivistin Yasemin Acar\u00a0"},"content":{"rendered":"<p><strong>ENGLISH BELOW<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Pressemitteilung &#8211; Berlin, 24. Mai 2024<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Das Landgericht Berlin hat zugunsten Yasemin Acar gegen den Tagesspiegel entschieden<strong>. <\/strong>Das Gericht hat eine einstweilige Verf\u00fcgung verh\u00e4ngt, welche die Tageszeitung mit Sitz in Berlin zwingt, gleich mehrere Falschbehauptungen \u00fcber die Aktivistin zur\u00fcckzunehmen und zuk\u00fcnftig zu unterlassen. Yasemin hatte mit Unterst\u00fctzung der Rechtsanw\u00e4ltin Ingrid Yeboah und dem ELSC gegen einen Anfang M\u00e4rz erschienenen Artikel geklagt.<\/p>\n\n\n\n<p>Rechtsanw\u00e4ltin Ingrid Yeboah kommentiert: <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Bei dem Artikel handelt es sich um eine besch\u00e4mende Diffamierung der Berliner Aktivistin und ihres Engagements gegen Rassismus und f\u00fcr Menschenrechte. Darin wurde die Aktivistin mehrfach falsch zitiert, ihre Aussagen und Sachverhalte grob verzerrt dargestellt und aus dem Kontext gerissen. So entstand ein Bild einer von Hass zerfressenen Extremistin, welches auf die Entw\u00fcrdigung und Entmenschlichung der Aktivistin zielt.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Bei diesem Angriff auf Yasemin Acar handelt es sich nicht um einen Einzelfall. Die im Artikel bedienten, rassistischen Klischees sind typisch f\u00fcr die Berichterstattung deutscher Medien. Insbesondere in den letzten Jahren wurde ein schockierendes Level an anti-pal\u00e4stinensischem Rassismus in deutschen Medien sichtbar. Dieser \u00e4u\u00dfert sich, unter anderem, immer h\u00e4ufiger auch in verleumderischen Beitr\u00e4gen. Diese zielen h\u00e4ufig auf die gesamte Pal\u00e4stina-solidarische Bewegung, bestimmte Pal\u00e4stina-solidarische Gruppen und auf einzelne Aktivist*innen ab.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Unter dem Schlagwort &#8221;Israelhass&#8221; wird weder davor zur\u00fcckgeschreckt Namen, Gesichter und Arbeitgeber der Aktivist*innen zu ver\u00f6ffentlichen, noch ihre Aussagen grob falsch wiederzugeben. Deutsche Medien gehen dabei zunehmend skrupelloser vor. Die BILD etwa ver\u00f6ffentlicht mittlerweile regelm\u00e4\u00dfig Listen, die in ihrer hemmungslosen Hetze an dunkelste Zeiten der deutschen Presse erinnern. Der Fall ist damit typisch f\u00fcr ein allzu oft vorkommendes Muster deutscher Medien. <a href=\"https:\/\/oyoun.de\/presse\/oyoun-gewinnt-gerichtsverfahren-gegen-tagesspiegel\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Das Kulturzentrum Oyoun <\/a>setzte sich erst vor kurzem vor Gericht erfolgreich gegen die Diffamierungen des Tagesspiegel durch.<\/p>\n\n\n\n<p>Karim Bohnhoff Advocacy and Communications Officer bei ELSC sagt:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Das h\u00e4ufig verwendete Label &#8221;Israelhass&#8221; offenbart eine v\u00f6llige Missachtung der Lebensrealit\u00e4t und politischen Anliegen pal\u00e4stinensischer, muslimischer oder rassifizierter Menschen nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Mit dem Begriff &#8220;Israelhass&#8221; wird versucht jegliche Kritik an den systematischen Verbrechen an Pal\u00e4stinenser*innen durch den Staat Israel zu diffamieren. Scharfe Kritik an dem V\u00f6lkermord an Pal\u00e4stinenser*innen, Protest und Solidarit\u00e4t sind legitim!<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Ironischerweise hatte der Tagesspiegel Yasemin einst<a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/hilfe-fur-gefluchtete-am-zob-wir-versuchen-den-traumatisierten-menschen-raum-zu-geben-418297.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> f\u00fcr ihr Engagement gelobt.<\/a> Als \u00fcberzeugte Antirassistin setzt sich Yasemin bereits seit Jahrzehnten unerm\u00fcdlich f\u00fcr die Rechte aller Menschen ein. Sie ist besonders in der Gefl\u00fcchtetenhilfe t\u00e4tig. Zuletzt wurde sie f\u00fcr ihre Arbeit f\u00fcr die Rechte der Gefl\u00fcchteten aus der Ukraine \u00f6ffentlich gew\u00fcrdigt. Vielen ist sie auch durch ihren Einsatz gegen Armut und Obdachlosigkeit bekannt.<\/p>\n\n\n\n<p>Erst seit sie sich f\u00fcr Pal\u00e4stina einsetzt, wurde sie zur Zielscheibe der rassistischen Diffamierung durch deutsche Medien. Die Attacke auf Yasemin offenbart noch ein weiteres Problem deutscher Medien: struktureller Sexismus. Auff\u00e4llig h\u00e4ufig richten sich entsprechende Hetzkampagnen gegen von Rassismus betroffene Frauen, insbesondere muslimische und arabische Frauen.<\/p>\n\n\n\n<p>Und die Hetze bleibt nicht ohne Folgen: Yasemin erh\u00e4lt seit Monaten regelm\u00e4\u00dfig Morddrohungen und wird immer wieder verbal, aber auch physisch attackiert. Unter diesen Angreifern sind h\u00e4ufig auch Journalisten, welche Yasemin mit Kamera auflauern und versuchen, sie durch Beleidigungen und Handgreiflichkeiten zu provozieren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Polizei weigert sich jedoch beharrlich, bei derartigen rassistischen Angriffen weiter zu ermitteln. Die deutsche Polizei selbst agiert zunehmend autorit\u00e4r gegen Pal\u00e4stina Aktivist*innen. Das vollkommen rechtswidrige Vorgehen gegen die Pal\u00e4stina-Kongress hatte zuletzt internationales Aufsehen erregt. Vorangegangen war eine beispiellose mediale Hetze gegen die Veranstalter*innen, zu denen auch Yasemin geh\u00f6rt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Es besteht kein Zweifel, dass deutsche Medien rassistische und autorit\u00e4re Tendenzen st\u00e4rken und anfeuern. Sie schaffen so wesentlich ein Klima, in der rassistische Gewalt durch Staat und Rechtsradikale zunehmend eskaliert.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Trotz dieses gewaltt\u00e4tigen Klimas lie\u00df sich Yasemin nicht einsch\u00fcchtern und ging dagegen vor. Ihr Erfolg gegen den Tagesspiegel ist deshalb ein Erfolg f\u00fcr die gesamte Pal\u00e4stina-Solidarit\u00e4tsbewegung. Er beweist einmal mehr, dass wir illegale rassistische Diskriminierung nicht dulden und uns erfolgreich wehren werden!<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Presseanfragen an Yasemin Acar und ELSC wenden Sie sich bitte an Karim Bohnhoff: <a href=\"mailto:karim@elsc.support\">karim@elsc.support<\/a> &nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Victory for Palestine Activist Yasemin Acar<\/h2>\n\n\n\n<p><em>Press release &#8211; Berlin, 24 May 2024<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Berlin Regional Court has ruled in favour of Yasemin Acar against the Tagesspiegel.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>The court issued a restraining order forcing the Berlin-based daily newspaper to remove and not publish again several false allegations about the activist. With the support of lawyer Ingrid Yeboah and the ELSC, Yasemin had taken legal action against an article published at the beginning of March.<\/p>\n\n\n\n<p>Lawyer Ingrid Yeboah shares:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>The article constituted a shameful defamation of the Berlin activist and her commitment against racism and for human rights. In the article, the activist was misquoted several times, her statements and political positions were grossly distorted and taken out of context. The result was an image of an extremist consumed by hate, aiming at ultimately degrading and dehumanising the activist.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>This attack on Yasemin Acar is not an isolated case. The racist clich\u00e9s used in the article are typical of reporting in German media. In recent years in particular, a shocking level of anti-Palestinian racism has spread in German media. Among other things, this is increasingly expressed in defamatory articles. These often target the entire Palestine-solidarity movement, certain Palestine-solidarity groups and individual activists.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Evoking the buzzword \u201cIsraelhass\u201d (hatred of Israel), journalists do not shy away from publishing the names, faces and employers of activists, nor from grossly misrepresenting their statements. German media are becoming increasingly unscrupulous in their approach. BILD, for example, now regularly publishes lists that are reminiscent of the darkest times of the German press in their unrestrained agitation. The case is thus typical of an all too common pattern in the German media. Oyoun cultural center in Berlin was also recently defamed in the Tagesspiegel and successfully challenged the newspaper in court.<\/p>\n\n\n\n<p>Karim Bohnhoff, Advocacy &amp; Communications officer at the ELSC says: <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>The frequently used label \u201cIsraelhass\u201d reveals a complete disregard for the lived reality and political aims of Palestinian, Muslim or racialized people, not only in Germany but worldwide. It is used in an attempt to silence criticism of the systematic crimes committed against Palestinians by the state of Israel. Sharp criticism of the genocide against Palestinians, protest and solidarity are legitimate!<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Ironically, the Tagesspiegel once praised Yasemin for her commitment. As a staunch anti-racist, Yasemin has been tirelessly campaigning for the rights of all people for decades. She is particularly active in helping refugees. Most recently, she was publicly recognised for her work for the rights of refugees from Ukraine. She is also known to many for her work against poverty and homelessness.<\/p>\n\n\n\n<p>It is only since she began campaigning for Palestine that she has become the target of racist defamation by the German media. The attack on Yasemin reveals yet another problem in the German media: structural sexism. Such smear campaigns are conspicuously often directed against women affected by racism, and particularly Muslim and Arab women.<\/p>\n\n\n\n<p>And the incitement is not without consequences: Yasemin has been receiving regular death threats for months and is repeatedly harassed, verbally or sometimes physically. Journalists are often among these attackers, ambushing Yasemin with cameras and attempting to provoke her with insults and violence.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>However, the police stubbornly refuse to investigate such racist attacks any further. The German police themselves are acting in an increasingly authoritarian manner against Palestinian activists. The completely unlawful action against the Palestine Congress recently caused an international stir. It was preceded by unprecedented media agitation against the organisers, including Yasemin.<\/p>\n\n\n\n<p>There is no doubt that the German media strengthen and encourage racist and authoritarian tendencies. They are essentially creating a climate in which racist violence by the state and right-wing extremists is increasingly escalating.<\/p>\n\n\n\n<p>Despite this violent climate, Yasemin remained undeterred and pushed back. Her success against the Tagesspiegel is a success for the entire Palestine solidarity movement in Germany. It shows we are able to successfully push back against anti-Palestinian media! We will not tolerate any further illegal racist discrimination!<\/p>\n\n\n\n<p>For press inquiries to Yasemin Acar and ELSC please contact Karim Bohnhoff: <a href=\"mailto:karim@elsc.support\">karim@elsc.support<\/a>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><br><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ENGLISH BELOW Pressemitteilung &#8211; Berlin, 24. Mai 2024 Das Landgericht Berlin hat zugunsten Yasemin Acar gegen den Tagesspiegel entschieden. Das Gericht hat eine einstweilige Verf\u00fcgung verh\u00e4ngt, welche die Tageszeitung mit Sitz in Berlin zwingt, gleich mehrere Falschbehauptungen \u00fcber die Aktivistin zur\u00fcckzunehmen und zuk\u00fcnftig zu unterlassen. 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